Auf zur Krefelder „Rhine Side“

Zum zehnten Mal hat sich ein Stück des Rheinufers in Krefeld-Uerdingen in diesem Jahr in eine Strandbar am Strom verwandelt. Vier Monate lang ist „Werft 765 – Die Krefelder Rhine Side“ seit Freitag, 1. Mai, ein Treffpunkt für die ganzen Region. Oberbürgermeister Frank Meyer ist seit der Premiere im Jahr  2017 ein überzeugter Unterstützer und „Fan“ des Projekts: „Ich habe mich früher immer geärgert, wenn ich gesehen habe, was andere Städte aus ihrer Rheinlage machen“, erzählt er. „Auch wir verfügen hier in Uerdingen über ein absolutes Juwel, das wir zu lange versteckt haben. Heute ist daraus ein besonderer Ort geworden, zu dem viele Menschen eine Beziehung haben.“

So sah es noch wenige Tage vor der Eröffnung aus

Ursprünglich war die „Rhine Side“ als Experiment des Stadtmarketings an den Start  gegangen. 2017 hatten internationale Street-Art-Künstler auf den Industriebrachen am Strom Wände und Mauern anschaulich gemacht. Daneben wurde auf einem Areal am Zollhof Sand aufgeschüttet und eine temporäre Strandbar eröffnet. Das Projekt kam so gut an, dass mit dem Uerdinger Kaufmannsbund als Partner eine dauerhafte Einrichtung für die Sommermonate daraus wurde. „Die ‚Rhine Side‘ hat sich Jahr für Jahr verändert und konnte sogar während der Corona-Pandemie stattfinden“, sagt Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings.

Verschiedene Kunstprojekte, eine Boule-Bahn, ein Wasserspielplatz, ein Beachvolleyball-Feld, Märkte, ein Kulturkino und Konzerte wurden punktuell integriert. Zeitweise standen etwa 40 Hochbeete am Ufer, die bepflanzt und geerntet wurden.

Uwe Rutkowski, Claire Neidhardt und Frank Meyer, da wo sich seit gestern das Publikum der Strandbar tummelt, Fotos: Presse und Kommunikation der Stadt Krefeld

Als Partner des Stadtmarketings ist am Rheinufer seit Jahren der Uerdinger Kaufmannsbund aktiv. „Die Zusammenarbeit ist eng und harmonisch – anders wäre so etwas auch gar nicht möglich“, wird dessen Vorsitzender Uwe Rutkowski zitiert. „Die ‚Rhine Side‘ hat sich über die Jahre zu einem Ort der Begegnung entwickelt.“ Der Aufbau des Biergartens, der auf 8 cbm Sand ruht, dauert 14 Tage, Wasser und Strom müssen jedes Mal eigens zum Werftgelände verlegt werden. Trotz des hohen Aufwands hält man die Preise auch in diesem Jahr stabil, laut Rutkowski gibt es keinen Verzehrzwang, fast alle Veranstaltungen auf dem Areal sind kostenlos. „Das ist nur dank der Unterstützung unserer treuen Sponsoren möglich.“

Auch in diesem Jahr gibt es an den Wochenenden gelegentlich Konzerte und andere Events. Auch eine Open-Air-Weinprobe, Lesungen und ein Gottesdienst sind geplant. Beim beliebten „Vereinsgrillen“ an allen Donnerstagen erhalten örtliche Akteure die Chance, durch eine kulinarische Mannschaftsleistung die eigene Vereinskasse aufzubessern. Auch das Kulturkino mit Blick auf die Rheinbrücke geht wieder an den Start: Filme für Kinder und Erwachsene laufen in diesem Jahr von 3. bis zum 13. August. Zusätzlich gibt es ab 17. Mai ‚Mitmach-Sonntage‘ mit Workshops und Aktionen für Familien.

Hochbeete am Rheinufer, Foto Archiv

Der stetige Wandel war von Beginn an Teil der „Rhine Side“. Sogar die Örtlichkeit musste vor zwei Jahren verändert werden, weil auf dem ursprünglichen Areal die Bauarbeiten für das Wohnprojekt „Rheinblick“ begannen. Seitdem steht der Biergarten auf einer etwas kleineren Fläche direkt am Fluss, was aus Sicht der Veranstalter gut angenommen wird. Auch in Zukunft werden die Organisatoren flexibel bleiben müssen: Neben den Aktivitäten rund um den Rheinblick im Norden soll auch das Werftgelände umgestaltet werden, vermutlich ab 2029. Im Umfeld werden Straßen und Gassen umgestaltet, auch die Sanierung der Herberzhäuser am historischen Marktplatz soll Ende 2027 abgeschlossen sein.

„Werft 765 – Die Krefelder Rhine Side“ ist seit dem 1. Mai bis zum 31. August montags bis donnerstags von 16 bis 21 Uhr, freitags von 16 bis 22 Uhr, samstags von 15 bis 22 Uhr und sonntags von 13 bis 21 Uhr geöffnet. Wetterbedingt kann das natürlich manchmal anders sein. Wer sich vorab informieren möchte dem steht www.krefeld.de/rhine-side und www.rhineside.net zur Verfügung.

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