Unterrichten ohne Lehramtsprüfung

Der Bedarf an Lehrkräften für allgemeinbildende und berufliche Schulen in NRW wird schon lange nicht mehr auf normalem Weg gedeckt. Unterrichtet wird auch ohne Lehramtsprüfung. Im Schuljahr 2025/26 haben 214.290 hauptamtliche und hauptberufliche Lehrkräfte an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in NRW unterrichtet. Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt hat ermittelt, dass, 28.790 und damit 13,4 % dieser Lehrkräfte keine (anerkannte) Lehramtsprüfung bzw. keine DDR-Lehrerqualifikation hatten. Es waren so genannte Quer- und Seiteneinsteiger. Davon wiederum waren 70,4 % weiblich.

Die absolute Zahl und auch der Anteil der Quer- und Seiteneinsteiger sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Im Schuljahr 2020/21 unterrichteten 17.895 bzw. 9,2 % der hauptamtlichen und hauptberuflichen Lehrkräfte an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen Lehrkräfte ohne (anerkannte) Lehramtsprüfung bzw. ohne DDR-Lehrerqualifikation. Damit stieg die Zahl der Quer- und Seiteneinsteiger/-innen in den letzten 5 Jahren um 10.900. Ihr Anteil an allen Lehrkräften erhöhte sich um 4,2 Prozent.

Im Detail stieg der Anteil der Quer- und Seiteneinsteiger an den allgemeinbildenden Schulen im Beobachtungszeitraum von 8,5 % auf 13,6 %. An den beruflichen Schulen ging er dagegen in den letzten 5 Jahren von 13,2 % auf 12,6 % zurück. Zuletzt war dort jedoch wieder Anstieg zu verzeichnen.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, unterrichteten die Quer- und Seiteneinsteiger über alle Schulformen hinweg am häufigsten das Fach Deutsch. Darauf folgten Mathematik und Sport/Bewegungserziehung.

PS: Lehramtsprüfungen haben natürlich ihre Berechtigung. Sie werden nach einem erfolgreichen Studium abgelegt, das von einem Referendariat ergänzt wird und bescheinigen, dass ihre Inhaberin oder ihr Inhaber topfit sind, zu unterrichten. Was die Aufweichung der Standards für die schulische Bildung bedeutet, lässt sich leicht ausrechnen. Die wird weiter bedroht durchunkontrollierte Zuwanderung. Wie sehr die den schulischen Alltag belastet ist da zu lesen.

2025 fehlten einem Viertel der rund 6.700 in Deutschland getesteten Jugendlichen Basiskompetenzen in Naturwissenschaften. In Lesen und Mathematik galt das laut Pisa sogar für ein Drittel der Schülerinnen und Schüler. Zugleich sank laut Studie der Anteil der Jugendlichen mit besonders hohen Kompetenzen und liegt in allen drei Gebieten nun bei weniger als zehn Prozent. Insgesamt erreichten die in Deutschland getesteten Schüler in Naturwissenschaften im Durchschnitt 486 Punkte, im Lesen 465 Punkte und in Mathematik 464 Punkte. Das ist allerdings kein deutsches Phänomen, auch in Frankreich und den Niederlanden war man entsetzt. Prächtige Ergebnisse wurden in asiatischen Ländern ermittelt

Die Studie insgesamt abrufbar ist mit diesem Klickhttps://www.oecd.org/en/publications/pisa-2025-results-volume-i_73451bc5-en/full-report.html

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