Der Endenergieverbrauch privater Haushalte hat im Jahr 2023 mit 25,7 Gigajoule (GJ) pro Kopf den niedrigsten Wert seit Beginn der Betrachtung im Jahr 1990 erreicht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Pro-Kopf-Verbrauch privater Haushalte damit um rund 30 % unter dem bisherigen Höchststand seit Auswertungsbeginn aus dem Jahr 1996 mit 36,9 GJ. Schwankungen im Zeitverlauf ergaben sich unter anderem durch wechselnde Witterungsbedingungen, da der größte Teil des Endenergieverbrauchs der Haushalte auf das Heizen entfällt. Der gesamte Endenergieverbrauch – welcher zusätzlich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie übrige Verbraucherinnen und Verbraucher umfasst – belief sich 2023 auf 96,5 GJ pro Kopf. Der Anteil der privaten Haushalte am Gesamtverbrauch betrug damit 26,6 %.
Deutschlandweit belief sich der Pro-Kopf-Endenergieverbrauch der privaten Haushalte im Jahr 2023 mit 27,3 GJ auf ein ähnlich niedriges Niveau wie in NRW. Damit lag der deutschlandweite Rückgang des Verbrauchs pro Kopf gegenüber dem Jahr 2022 bei rund 8 %. In NRW war der Verbrauch 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % rückläufig.
Für zehn Bundesländer liegen bereits, zum Teil vorläufige, Ergebnisse für 2024 vor. In acht dieser Länder ging der Pro-Kopf-Endenergieverbrauch zurück. Ausnahmen bildeten Hessen mit einem konstanten Niveau und Rheinland-Pfalz mit einer Zunahme um etwa 2 %. Den stärksten Rückgang verzeichnete Bremen mit rund 12 %.
Zu den Ursachen des stark rückläufigen Energieverbrauchs können nur Vermutungen angestellt werden. Natürlich führen hohe Preise zu Zurückhaltung und energetische Sanierungen tragen sicher auch zu Minderverbrauch bei.