Wer Weihnachten dieses Jahres erlebt und sich noch an das von 1944 erinnern kann, der wird froh sein, wenn er hier ist und nicht da, wo die Bomben fallen, Leid und Unglück zu Hause sind. Alle feiern am 24. und 25. Dezember die Geburt Christi, der dem Glauben nach geboren wurde, um Schmerz und Elend von der Welt zu nehmen. Dass er an einem 25. Dezember zur Welt gekommen ist, ist unwahrscheinlich. Wann es genau geschah ist unbekannt, Indizien sprechen dafür, dass es etwa sieben bis vier Jahre davor war, wann unsere Zeitrechnung begann.

Dass wir uns an diesem Tag Geschenke machen, die freudig entgegen genommen werden, ist etwas, was auf die Geburt Jesu zurückgeht. Er wurde der Menschheit geschenkt, dass er Schmerz und Elend von ihr nehmen soll und kann, so der Glaube.
Die Geschenke, die wir uns zu Weihnachten machen, lassen die persönlichen Sorgen und Nöte für einen Augenblick vergessen, beseitigen können sie sie nicht. Die Sorge der Menschheit, das zerstört wird, was mühsam aufgebaut wurde, ist eh nicht davon berührt. Beten wir, dass es nicht uns trifft, wenn wieder von Stahlgewitter die Rede ist.
Weihnachten ist das Fest der Liebe. Das ist es für alle, auch für die, bei denen der Anlass keine Rolle spielt. Und das ist die Mehrheit. Wenn zu Weihnachten die Kirchen voll sind, ist das mehr der Tradition zu verdanken, weniger dem Wunsch nach spiritueller Erfahrung. Die Traditionen zu bewahren, wird mühsam genug sein.
Ein frohes Weihnachtsfest, wie eingangs gesagt, wünschen Verlag und Redaktion des Krefelder Tageblatts.