Musik bleibt in bewährter Hand

Mihkel Kütson bleibt bis 2033 Generalmusikdirektor des Theaters Krefeld und Mönchengladbach. Sein Vertrag, der 2027 ausgelaufen wäre, wurde von den beiden Städten als Gesellschafter verlängert. Seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist der Este Dirigent am Gemeinschaftstheater und führt als Generalmusikdirektor die Niederrheinischen Sinfoniker. In dieser Spielzeit dirigiert er unter anderem „La Bohème“ von Giacomo Puccini, Giuseppe Verdis Oper „La traviata“ und die Oper „Romeo und Julia“ nach William Shakespeare.

75 Jahre Theater-Ehe feierten beide Städte im vergangenen Jahr

Die Oberbürgermeister der beiden Städte zeigen sich zufrieden mit der Verlängerung. „Die Niederrheinischen Sinfoniker verfügen über ein klares Profil und eine enorme Bandbreite: Diese Vielfalt und musikalische Qualität hat Mihkel Kütson über Jahre geprägt und ausgestaltet“, wird Krefelds OB Frank Meyer zitiert. „Sein Wirken findet weit über die Region hinaus Anerkennung. Ich bin froh, dass wir erneut mit ihm verlängern konnten: Er wird mindestens 20 Jahre an unserem Theater bleiben – das kann man schon als Ära bezeichnen.“

Sein Mönchengladbacher Amtskollege Felix Heinrichs: „Die Niederrheinischen Sinfoniker stehen exemplarisch für die kulturelle Stärke und Vielfalt unserer Region: Das Orchester verbindet Konzert- und Musiktheaterbetrieb auf höchstem Niveau, begeistert mit stilistischer Vielfalt und erreicht mit innovativen Formaten ein breites Publikum. Daran hat Mihkel Kütson einen entscheidenden Anteil. Ich freue mich, dass er als musikalischer Botschafter von Krefeld und Mönchengladbach weitermacht.“

Mihkel Kütson anlässlich zur Vertragsverlängerung: „Ich danke den Gesellschaftern sowie unserem Publikum sehr herzlich für das Vertrauen und die besondere Wertschätzung, die meiner bisherigen künstlerischen Arbeit entgegengebracht wurden. Dass ich die musikalische Qualität der Niederrheinischen Sinfoniker und des Theaters Krefeld und Mönchengladbach weiterentwickeln und vertiefen darf, erfüllt mich mit großer Freude und tiefer Verbundenheit.“

Geboren in Tallinn (Estland), studierte Mihkel Kütson zunächst in seiner Heimatstadt und dann als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in der Dirigierklasse von Prof. Klauspeter Seibel an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Meisterkurse bei Kurt Sanderling, Fabio Luisi und Kurt Masur prägten seinen Werdegang. Mit nur 27 Jahren wurde er zum Generalmusikdirektor des Theaters Vanemuine und des Vanemuine Sümfooniaorkester in Estland berufen. Von 2001 bis 2006 war er eng mit der Niedersächsischen Staatsoper Hannover verbunden, zunächst als Gastdirigent und von 2002 an als Erster Kapellmeister. Dort hatte er die Möglichkeit, sein breites Repertoire weiter auszubauen. Mittlerweile umfasst es rund 70 Bühnenwerke.

2002 wurde Mihkel Kütson ins Förderprogramm „Dirigentenforum“ des Deutschen Musikrates aufgenommen und erhielt im Oktober 2006 als erster Dirigent den Deutschen Dirigentenpreis. Von 2007 bis 2012 war er Generalmusikdirektor am Landestheater Schleswig-Holstein, bevor er an den Niederrhein wechselte. Für die Einspielung einer CD mit Werken von Alexander Glazunov, insbesondere dessen Sinfonie Nr. 7, erhielten Mihkel Kütson und die Niederrheinischen Sinfoniker im Oktober 2022 den Opus Klassik in der Kategorie „Sinfonische Einspielung“.

Gastverträge führten Mihkel z.B. an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Estnische Nationaloper und die Deutsche Oper am Rhein. Als Gast dirigierte er Orchestern wie  Staatskapelle Dresden, WDR-Sinfonieorchester, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR,  Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, NDR-Sinfonieorchester,  Deutsches Symphonie-Orchester Berlin,  Düsseldorfer Symphonikern,  Nürnberger und Stuttgarter Philharmonikern, Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, National Symphony Orchestra of Ireland, Warsaw Philharmonic und  Philharmonia Taiwan.

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