Beamte des Hauptzollamts Krefeld haben mehr als 34.000 Parfümflakons sichergestellt. Dabei geht es um den Verdacht, dass Markenrechte bekannter Hersteller verletzt werden. Die Sache riecht gut, ist aber wahrscheinlich nicht echt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach erließ das zuständige Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss. Am 17. Juni durchsuchten dann Einsatzkräfte des Hauptzollamts Krefeld eine Lagerhalle in der Innenstadt von Mönchengladbach.
Die Beamten fanden vor Ort zahlreiche unterschiedliche Marken und Duftlinien in identischen, neutralen Verpackungen chinesischer Herkunft vor. Dabei handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um Fälschungen. Die werden in der Regel als Originale in den Handel gebracht mit einer erheblichen Gewinnspanne
Der Zoll schützt nicht nur die Interessen der Wirtschaft, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger. Gerade bei gefälschten Kosmetik- und Parfümerzeugnissen können unbekannte Inhaltsstoffe ein erhebliches Risiko darstellen. Deshalb ist die Bekämpfung von Produktpiraterie auch aktiver Verbraucherschutz.“ wird Stefan Thoeren, Pressesprecher des Hauptzollamts Krefeld, in einer Mitteilung zitiert
Es wird dem Verdacht von Markenrechtsverletzungen nachgegangen und auch dem Interesse des Endverbrauchers gedient. Da die Zusammensetzung der in den Produkten enthaltenen Stoffe unbekannt ist, sind mögliche Gesundheitsrisiken nicht auszuschließen
Die Ermittlungen des Hauptzollamts Krefeld dauern an.