Kurz nach einer Fahrerflucht findet sich ein Mann am Unfallort ein und behauptet, den fraglichen Unfall verursacht zu haben. Eine löbliche Tat, wenn sie es denn wäre.
Es geschah am Freitag (1. Mai), gegen 15:10 Uhr, als ein Pkw an der Kreuzung von Ritterstraße und Krahnenstraße eine Radfahrerin touchiert. Die 24jährige aus Duisburg war dort auf dem Radweg und erlitt Blessuren, die in einem Krankenhaus behandelt wurden.
Der Mann, der sich kurz darauf am Unfallort meldete, war allerdings nicht der Verursacher: Weil der keinen Führerschein besitzt, war er einfach weiter gefahren, rief einen Freund an und bat diesen, sich als Fahrer des Unfallautos auszugeben. Zu diesem Zweck wechselten die beiden noch ihre Oberbekleidung, damit alles echt aussehe. Man sieht, wozu eine dicke Freundschaft alles nützlich ist.
Nur, der Schwindel flog auf. Wie verrät der Polizeibericht vom heutigen 4. Mai nicht, wohl aber, dass, der vermeintliche Unfallverursacher den wirklichen herbeitelefonierte. Bei dem handelt es sich einen 24jährigen Mann aus Krefeld.
Der hat seinem 37jährigen Freund, ebenfalls aus Krefeld, einen Bärendienst erwiesen, hat dieser nun eine Anzeige wegen Strafvereitelung am Hals.