Krefelder Industrie schwächelt

Die Krefelder Industriebetriebe blicken auf ein schwieriges Jahr 2025 zurück, weil die Umsätze insgesamt rückläufig waren. Sie sanken um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders im vierte Quartal beschleunigte sich Rückgang und erreichte  7,5 % im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Während die chemische Industrie im vierten Quartal 2025 einen massiven Umsatzrückgang von 18,8 % verzeichnete, zeigten sich andere Bereiche, wie die Herstellung von Metallerzeugnissen, widerstandsfähiger.

Die Schwäche insgesamt ist auf die hohe Energieintensität der Krefelder Industrie, insbesondere die der chemischen Industrie, zurückzuführen, da der hohe Strompreis die Wettbewerbsfähigkeit schmälert. Der Rückgang in Krefeld deckt sich allerdings mit dem im Land NRW.

10.085 Industriebetriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten in NRW haben im Jahr 2025 einen nominalen (also nicht preisbereinigten) Umsatz von € 375 Milliarden erwirtschaftet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,7 % weniger als im Jahr 2024. Dabei gingen die Inlandsumsätze (−2,5 %) und die Umsätze im Auslandsgeschäft (−2,9 %) gegenüber dem Vorjahr zurück.

innerhalb der sechs umsatzstärksten Güterabteilungen konnte 2025 die „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln” eine nominale Steigerung des Umsatzes von 3,9 % auf € 46,9 Milliarden erzielen. Auch die „Herstellung von Metallerzeugnissen” vermeldete mit € 34,2 Milliarden noch einen Umsatzanstieg allerdings nur um 0,7 %. Alle weiteren Top-Branchen zeigten hingegen negative Entwicklungen: Der Umsatz in der „Metallerzeugung und -bearbeitung” ging um 9,8 % auf € 39,5 Milliarden deutlich zurück. Ebenfalls rückläufig war der Umsatz in der „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen”, welcher um 6,3 % auf € ,9 Milliarden sank. Weiterhin gab es Rückgänge im Bereich der „Chemischen Industrie” – hier sank der Umsatz um 5,2 % auf € ,9 Milliarden – und im „Maschinenbau”, der mit € 51,5 Milliarden um 0,8 % unter dem Vorjahresergebnis lag.

Im Jahr 2025 waren zum Stichtag am 30. September in den nordrhein-westfälischen Industriebetrieben 1.178.254 Personen beschäftigt. Das waren 2,7 % weniger als im Vorjahr. In den meisten Branchen waren Beschäftigungsrückgänge zu beobachten: Beschäftigungsstärkste Branche war der „Maschinenbau” (195.617 Personen; 2,4 % weniger als in 2025). Weitere 164.061 Personen (−1,6 %) waren im Bereich der „Herstellung von Metallerzeugnissen” beschäftigt. Die „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln” vermeldete mit 115.903 Personen (+2,0 %) als einzige Top-Branche einen Beschäftigungszuwachs im vergangenen Jahr. Den größten Beschäftigungsrückgang verzeichnete hingegen die „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen” mit 58.276 Personen (−9,3 %), die ist bekanntlich in Köln konzentriert.

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