An Corona wird selten gestorben

IT NRW legt eine Todesursachenstatistik für Januar bis Oktober 2020 vor. Ausgewertet wurden mit 169.741 gemeldete Sterbefälle. Das sind knapp 98% der von Januar bis Oktober 2020 in Nordrhein-Westfalen erfassten Sterbefälle mit festgestellten Todesursachen Danach starben in den ersten zehn Monaten 2020 in Nordrhein-Westfalen insgesamt 2 026 Menschen ursächlich an Covid 19, davon allein innerhalb der sog. ersten „Welle” im April 1 029. Der Anteil der ursächlich an einer Infektion mit dem Corona-Virus Gestorbenen an allen Verstorbenen liegt in diesem Zeitraum bei 1,2%.  Weitere 619 Personen verstarben laut Todesbescheinigung mit dieser Virusinfektion als Nebenerkrankung, jedoch ursächlich an einer anderen Todesursache. Einschränkend ist jedoch darauf hinzuweisen, dass in beiden Gruppen auch Fälle enthalten sind, bei denen laut der Angaben auf der Todesbescheinigung nicht klar ersichtlich war, ob das Virus durch einen Labortest nachgewiesen oder die Covid- 19-Infektion lediglich auf Verdacht dort vermerkt wurde.  

Krankheiten des Kreislaufsystems waren im betrachteten Zeitraum mit 30,7% (52 113 Verstorbene) die mit Abstand häufigste Todesursache. Zweithäufigste Todesursache waren mit einem Anteil von 25,2% bösartige Neubildungen (Krebs) (42 844 Verstorbene). Auf dem dritten Rang der den Todesfällen zugrundeliegenden übergreifenden Todesursachenkapiteln waren mit 11 763 bzw. 6,9% die Krankheiten des Atmungssystems (ohne Neubildungen) zu finden. Bei 3 124 Personen wurde eine Lungenentzündung (Pneumonie) oder Grippe – beide Krankheitsbilder werden oft im Zusammenhang mit Corona diskutiert – als todesursächlich ausgewiesen. 

Die Daten bilden den jeweiligen Bearbeitungsstand zum monatlichen Stichtag ab und sind deshalb unvollständige, vorläufige Ergebnisse, die fortlaufend vervollständigt werden. Die Qualität der Berichte verbessert sich somit kontinuierlich rückwirkend, sagt IT NRW.

Wer die gesamte Statistik als pdf einsehen will, der findet sie hier.

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