Angstmachen gilt nicht

Corona auf der Sommerwelle. In Krefeld sind aktuell 1.188 Personen als mit dem Corona-Virus infiziert gemeldet, am Vortag waren es 925 Personen, das ist ein heftiger Anstieg. wenn man die Zahlen mit denen des Vorjahrs vergleicht, könnten sich allerdings die Nackenhärchen aufrichten. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, gibt das Robert-Koch-Institut am 17.06.22  mit 256,1 an. Am Vortag lag sie bei 306,8. Am 05.06.21 berichtete das Krefelder Tageblatt an dieser Stelle: Die Inzidenz liegt am 04.06.21 in Krefeld bei 42,7. Es befanden sich 16 Menschen im Krankenhaus, soviel wie heute auch.

Im vergangenen Jahr war die Welt im Krefeld wegen Coronaerkrankungen in heller Aufregung. Jetzt, da es ein Vielfaches von damals ist, wird Aufregung vermieden, zwar gibt es noch in einigen Bereichen die Pflicht, eine Maske zu tragen, aber das war’s. Kontaktverfolgung bei mehr als 300 neu infizierte Menschen am Tag ist ja auch rein praktisch nicht möglich.

Latent geht natürlich die Angst um, sich zu infizieren, aber Omikron hat den Schrecken vor dem, was als Pandemie bezeichnet wird, genommen, denn die Verläufe sind eher harmlos, selten schwerwiegend und dann auch nur da, wenn es noch andere gesundheitlichen Probleme gibt. Aber die Schreckgespenster werden am Leben gehalten, allenthalben warnen irgendwelche Leute vor der Zukunft und die beginnt bei denen im Herbst. Herr Lauterbach meint, wir sollten dann von Oktober bis April Masken tragen, auch wenn wir zu Hause sind. Das Ergebnis Zwei Drittel der Deutschen sorgen sich vor neuen, möglicherweise gefährlicheren Corona-Varianten, in Spanien, Italien und Portugal sind es sogar mehr als drei Viertel. Ob es hochansteckende Varianten mit schwerwiegenden Verläufen geben wird, weiß natürlich niemand. Vielleicht sollte man sich an Grippeviren orientieren. Die haben sich auch allmählich abgeschwächt, was nicht heißt, dass man an Grippe nicht sterben kann. Wem nutzt das Angstmachen?