Autowaschen do it yourself

Auf der Künkelstraße im Stadtteil Eicken in Höhe der Einmündung der Konzenstraße hat eine holländische Firma Boxen eingerichtet, in denen man sein Auto selber waschen kann. Das ist etwas für Leute, die ihr gutes Stück nicht den Waschtrassen anvertrauen wollen, aber nicht für die, die denken. es sei billiger, selbst Hand anzulegen. Was es eigentlich kostet, erfährt man nicht vorher und nachher auch nur, weil das Geld alle ist, was man eingeworfen hat. Das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auch eine Angestellte, die zufällig anwesend war, um das tagsüber eingegangene Geld abzuholen, konnte hierzu keine Auskunft geben, was auch verständlich ist, weil man es nach Zeiteinheiten aufdröseln müßte, was nicht geschieht. Auf die Frage, ob man für 5,- € schon was bekomme, sagte sie ja, ja.

Also habe ich dann mal 5,50 € in Münzen eingeworfen. Der Automat nimmt auch Scheine in Stückelung bis € 20,-, was sich beim Probesaubermachen eines gehobenen Mittelklassewagens dann schließlich nicht als sinnvoll herausstellte, denn – wenn die verschiedenen Waschprogramme erst einmal angeworfen sind – die Anlage frisst Geld pausenlos, egal ob man sprüht oder schrubbt oder nicht. Mit meinem Kleingeld bin ich nur bis zum Klarspülen gekommen, für Hartwachs hat es dann nicht mehr gereicht.

Sauber wird die Kiste schon, wenn man einmal vom Felgenprogramm absieht. Das löst den Schmutz, aber Abspülen ist nicht. Da muß man schon ein Fensterleder bemühen, auch um nach dem Klarspülen, das überflüssige Wasser vom Lack zu entfernen. Und dann waren dann auch die letzte Münzen aufgebraucht.

Mit dem Fensterleder zu arbeiten hat auch so seine Tücke. Auf der ganzen Anlage gibt es keinen einzigen Wasserhahn. Wer also seine Pfosten ledern will, die manchmal ganz schön verschmutzt sind, der sollte sich ein paar Flaschen Leitungswasser mitnehmen, damit das Leder auch mal klargespült werden kann.

Unser Foto zeigt eine der Boxen und eine der Geldeinwerfmaschinen.