Beautysalon offen – und dann doch nicht

Mecit Uzbay hat seinen Beautysalon in Krefeld, auf Neusser Str. 31, am Montagmorgen dann doch nicht aufgemacht. Zu seiner Aussage, Ich bin ein einfacher Mensch, ohne jeglichen politischen Hintergrund. Es geht hier weder im Querdenken, noch irgendwelche anderen Bewegungen, Seiten, Kanäle. Ich bin ein einfacher Kosmetikstudiobesitzer, der alles umsetzte, was erwartet wurde, und am Ende seiner Existenz ist und die Nase voll hat steht er.

Am heutigen Montagmorgen – so gegen 10.30 Uhr, als das Krefelder Tagebblatt im Salon war – war noch keine Kundschaft in seinem Laden anzutreffen, den er in Königsfriseur umgetauft hat, wohl die Medien, die sich – wie schon in der Vergangenheit – mit seiner Motivation befassten. Die ist klar, der Mann steht am Rand seiner wirtschaftlichen Existenz, wie viele andere, die durch die Bestimmungen in ihrer Gewerbefreiheit eingeschränkt sind und den Nutzen der Kontaktbeschränkung nicht einsehen. Nun hat er sich doch entschlossen, erst einmal nicht zu öffnen.

Ab Montag, 11.01.21, werden mit einer modifizierten  Coronaschutzverordnung die Kontaktbeschränkungen noch einmal verschärft. Treffen mit einem Mindestabstand von unter 1,5 Metern sind dann noch erlaubt für Personen eines Hausstandes mit höchstens einer Person aus einem anderen Hausstand, die aber gegebenenfalls von zu betreuenden Kindern aus ihrem Hausstand begleitet werden kann.

Entgegen dieser Verschärfung hat die Stadtverwaltung die Maskenpflicht in der Krefelder Innenstadt wegen der vorrübergehenden Schließung des Einzelhandels aufgehoben.  Sobald der Lockdown beendet ist und der Handel wieder öffnen darf, sollen die ‚präventiven Maßnahmen wieder eingeleitet werden’. Einhergehend damit verzichtet die Stadt, wie schon beim ersten Lockdown, bis zum 31.01.21 auf Gebühren beim Autoparken im Innenstadtbereich.