Die Stadt kümmert sich um Wochenmärkte

Die Wochenmärkte in der Krefelder Innenstadt sind im Gespräch. Bei einem „Runden Tisch“ der Markthändler und Abgesandte aus Politik und Verwaltung wurden Vorschläge diskutiert, wie man die Märkte am Dienstag und Freitag attraktiver machen könne. Auf Basis der nun laufenden Gespräche soll in der zweiten Jahreshälfte eine Verwaltungsvorlage erstellt und politisch beraten werden. „Wir stellen fest, dass sich die Nutzung und das Besucher-Verhalten der Märkte stark verändert haben“, wird Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings im Nachgang zitiert.. „Aus Zeitmangel nutzen die Menschen vermehrt Lieferdienste, auch die Hofläden erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein Wochenmarkt ist kein Selbstläufer. Es braucht neue Ideen und Konzepte, damit die Innenstadt-Märkte für Kunden und Händler wieder attraktiver werden.“

Zunächst sollen beim Freitagsmarkt neue Impulse ausprobiert werden: Nach den Sommerferien bis zum „FestiWall“ im September werden die Freitagsmärkte mit zusätzlichen Elementen bereichert, mit Erlebnissen für die Marktbesucher unabhängig vom Einholen, und daraus ergeben sich Erkenntnisse für die Fortentwicklung.

Zunächst wurde mit den Händlern vereinbart, an drei Freitagen nach den Sommerferien ein Mittagsangebot auf dem Markt zur Verfügung zu stellen, auch mit Speisen zum Mitnehmen. Für den Verzehr vor Ort werden Sitzgelegenheiten bereitgestellt, mit mobilem Grün ein temporärer „Westwall-Garten“ gestaltet. Und der Markt wird zeitlich bis 15 Uhr ausgedehnt.

Dies ist allerdings für die Marktbeschicker nach ihrer Aussage eine Herausforderung, man ist aber überwiegend bereit, die Neuerung auszuprobieren. Zusätzlich kann ein Abendprogramm organisiert werden.

Die Marktstände werden durch Foodtrucks ergänzt, so dass sich auch der Aufbau des Marktes verändern wird, um Veranstaltungsinfrastruktur und atmosphärische Elemente integrieren zu können.

Der Wochenmarkt am Westwall, sieht lebendig aus, ist es aer nicht mehr, Foto: Presse und Kommunikation

Parallel wurde den Politikern der Bezirksvertretung Mitte und den Markthändlern auch eine Option aufgezeigt, den Dienstagsmarkt vom Westwall in die zentrale Innenstadt zu verlegen. Dadurch soll stärker Laufkundschaft angesprochen werden.

Als neuer Standort wird das Areal rund um das Behnisch-Haus diskutiert. Dadurch entstünde eine Nähe zum Stadtmarkt und dem dort vorhandenen gastronomischen Angebot.

Entsprechend wird vorgeschlagen, die Marktzeit über die Mittagspause hinweg zu verlängern. Zu den Vorteilen eines „neuen“ Dienstagsmarktes am Behnisch-Haus gehören auch die Erreichbarkeit über die barrierefreie Tiefgarage und die Aufenthaltsqualität durch die vorhandene Stadtmöblierung mit Pflanzen und Sitzgelegenheiten.

Ein Umzug oder eine temporäre Verlagerung des Marktes wird perspektivisch ohnehin nötig, weil am Westwall mittelfristig umfangreiche Bauarbeiten zur Umgestaltung anstehen. Die Veränderungen sind sowohl im Mobilitätskonzept als auch im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für die Innenstadt vorgesehen.

„Als Stadt Krefeld möchten wir den Händlern eine zweijährige Pilotphase anbieten, in der die Standgebühren entfallen und die Stromabrechnung vereinfacht wird“, ist ein Vorschlag von Silvana Feratovic, Leiterin des Fachbereichs Finanzservice, der für die Organisation der Märkte zuständig ist. „Je nach Anzahl der Marktbeschicker könnten wir verschiedene Aufbauvarianten ermöglichen.“

Es wurde ein gemeinsamer Rundgang am potentiellen neuen Standort verabredet, um Fragen seitens der Händler abzuklären, Vor- und Nachteile abzuwägen und deren Zustimmung zu gewinnen. Bereits am vergangenen Freitag waren Vertreter der Verwaltung vor Ort, um dieneuen Vorschläge im direkten Dialog mit den Marktbeschickern näher zu erläutern., heißt es in einer Mitteilung von Presse und Kommunikation der Stadt Krefeld.

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