Ist Betrug nicht zu verhindern?

Gleich zweimal haben am Donnerstag (13. August) Betrüger Krefelder Senioren um Geld gebracht. In Verberg rief eine Frau einen 84jährigen an und behauptete von einem Geldinstitut zu sein, dessen sich der ältere Herr bedient. Die Debitkarte des Seniors sei gesperrt worden,  man müsse  die Karte haben und werde sie bei ihm zu Hause abholen, damit sie wieder entsperrt werden könne. Tatsächlich kam kurz darauf ein Mann vorbei und holte neben der Karte noch einen dreistelligen Geldbetrag als „Bürgschaft“ mit.

In Fischeln gab sich gegenüber einer 73jährigen Dame jemand am Telefon als der Sohn aus und behauptet, er liege mit Corona im Krankenhaus und benötige eine extrem teure Spritze aus den USA. Er kündigte an, dass eine Ärztin bei der Seniorin vorbeikomme und Geld abholen werde. Eine Unbekannte traf sich tatsächlich mit der Dame in der Nähe ihres Zuhauses und nahm eine fünfstelligen Summe Geld und zwei Goldbarren mit.

Soweit der Polizeibericht vom Tage. Er verdeutlicht ein eigenartiges Phänomen: Lebensnältere, wohlhabende Leute werden häufig Opfer eines Betrugs, den man eigentlich nicht für möglich hält, dass jemand auf so etwas reinfallen kann. Und doch passiert es immer wieder, wie auch hier schon häufig zu lesen war. Wie ist so etwas möglich? Warum wird dieses sozialpsychologisches Problem nicht untersucht? Wenn man die Ursachen kennt, könnte man vielleicht die Folgen verhindern. Allein dazu zu berichten reicht offensichtlich nicht.

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