Ist Dämmen nicht zielführend?

Eine vom Bauherren-Schutzbund e.V. in Auftrag gegebene Metastudie belegt, dass Vorgaben zur Energieeinsparung im Wohngebäudebereich sich nicht darauf stützen können, grundsätzlich wirtschaftlich zu sein. Die Politik müsse sich an dieser Stelle ehrlich machen, sagt die Verbraucherschutzorganisation in Berlin.

Das Fraunhofer-Informationszentrum für Raum und Bau hat die Ergebnisse der wichtigsten Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit energetischer Investitionen beim Wohngebäudebau verglichen. Das Fazit: Die zahlreichen Ergebnisse können weder die Wirtschaftlichkeit energieeffizienter Baumaßnahmen, noch das Gegenteil belegen. Allgemeine Aussagen zur Wirtschaftlichkeit sind nicht möglich. Vielmehr kommt es immer auf den Einzelfall an.

Die Diskussion, ob Investitionskosten in Energieeffizienz durch Einsparungen wieder eingespielt werden können, ist mit Blick auf die Ergebnisse der Metastudie nicht zielführend. Vielmehr führe es zu einer Erwartungshaltung beim Verbraucher, die vielfach nicht erfüllt werden kann. Auch die Industrie wird in die Pflichtgenommen.Statt auf immer mehr Dämmung zu setzen, sollten sich Hersteller darauf konzentrieren, die Haltbarkeit und Umweltverträglichkeit der Baustoffe bei der Herstellung, Verarbeitung und Entsorgung zu verbessern.

Die Metastudie „Wirtschaftlichkeit baulicher Investitionen bei Erhöhung energetischer gesetzlicher Anforderungen“ wurde am 09.10.18 auf dem „Bautechnischen Forum – Energieeffizient bauen“ in Berlin vorgestellt. Die regelmäßig veranstalteten Foren sollen den Dialog zwischen Politik, Wissenschaft, der Bauwirtschaft fördern.

Zur vollständigen Studie geht es hier:

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