Naherholungszentrum Elfrather See

Der Elfrather See könnte das seit längerem diskutierte Naherholungszentrum werden, das sich große Teile de Bevölkerung wünschen. Die Stadtverwaltung berichtet jetzt über den Stand der Dinge. Wie erinnerlich geht es um einen Surfpark, einen „Masterplan Erholungs- und Sportpark Krefeld (Elfrather See)”, worin die Reaktivierung des Badesees und der Aufbau von drei beleuchteten Laufstrecken mit einer Gesamtlänge von bis zu 10 km vorgesehen ist. Im Jahr 2023 sollen die ersten Arbeiten für den privat betriebenen Surfpark beginnen und die neuen öffentlichen Bewegungsräume rund um den See entstehen.

In Sachen Surfpark läuft die Vorbereitung des Satzungsbeschlusses: Der Rat der Stadt Krefeld soll Anfang 2023 darüber entscheiden. Bislang war vorgesehen, dass sich die politischen Gremien im September 2022 erneut mit dem Vorhaben beschäftigen. Die Verzögerung hängt mit ungefähr 200 Stellungnahmen zusammen, die von Anfang Februar bis Mitte März bei der Planungsverwaltung eingegangen sind. Die sollen sorgfältig abgearbeitet werden, seinen sie positiv oder negativ für das Projekt.

Nach Vorliegen einer Baugenehmigung könnte der Baubeginn mit vorbereitenden Maßnahmen für den Krefelder Surfpark im Oktober 2023 erfolgen. Er wird bekanntlich privat finanziert und betrieben.

Ebenfalls 2023 könnten die ersten Elemente des „Masterplans Elfrather See” sichtbar werden. Es handelt sich dabei drei neue, attraktive Bewegungsräume: ein „inklusiver Sporttreff” mit Fitnessgeräten für Senioren und Rollstuhlsportler, eine Fitnessstraße mit verschiedenen Geräten für ein Ganzkörpertraining und schließlich ein „Vereinstreffpunkt” am südlich gelegenen Ruderclub inklusive Minispielfeld, Fitnesscontainer und Aufenthaltsbereichen. Die Gesamtkosten hierfür werden mit rund € 575.000 bezifffert. Eine Landesförderung in Höhe von € 488.000 aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022 II” ist beantragt. „Mit den Maßnahmen aus dem ‚Masterplan’ wecken wir das Areal am Elfrather See aus einem langen Dornröschenschlaf”, sagt Stadtdirektor und Sportdezernent Markus Schön. „Nicht nur durch den Surfpark, sondern durch viele attraktive, öffentlich nutzbare Angebote soll der See zu einem Anziehungspunkt für Menschen aus der ganzen Region werden. Sport, Freizeit, Naherholung und Naturerlebnis werden sich hier auf besondere Weise verbinden.”

Konkreter werden auch die Pläne zur Reaktivierung des Badesees. In ersten Projektskizzen ist das neue Eintrittsgebäude mit Umkleiden und Toiletten östlich des Sees, mittig zwischen den Parkplätzen vorgesehen. Ein gastronomisches Angebot mit Außenterrasse wird dort ebenfalls skizziert. Der Strandbereich soll vergrößert, ein schwimmender Steg in den See hineingebaut werden. Außerdem sollen zwei Beachvolleyballfelder und Areale zum Boulespielen sowie Angebote zum Klettern die Besucher zu Aktivitäten einladen.

Darüber hinaus präsentiert die Verwaltung dem Sportausschuss eine LED-Beleuchtung mit 5 m hohe Masten, die auch während der Wintermonate das Joggen unter Licht ermöglichen. Im Südosten des Sees ist ein Bewegungsraum „Trendsport” mit Fitnessgeräten, einer Skateranlage sowie einem Spielfeld für Fußball, Basketball und Streethockey geplant. Eine weitere Fläche am Westufer ist als naturnaher Aufenthaltsbereich vorgesehen, unter anderem mit Bänken, einer Boulebahn und einem Spielplatz.  Der Sportausschuss befasst sich am 23. Juni mit den Vorstellungen der Verwaltung.