Neujahrsempfang im Stadtwaldhaus

Der Song passte perfekt zum Moment: Nachdem Oberbürgermeister Frank Meyer beim diesjährigen Neujahrsempfang im Stadtwaldhaus seine Ansprache beendet hatte, erklang der Klassiker „With a little help from my friends“. Das zitierte Lukas Mokros von der Krefelder Band „Die drei lustigen Vier“ ähnlich emotional wie einst Joe Cocker und drückte ganz nebenbei das Grundgefühl des Abends aus: Das Stadtjubiläum „650 Jahre Krefeld“ war eine Gemeinschaftsleistung, eine Symbiose aus städtischem und bürgerschaftlichem Engagement. Insofern war es nur logisch, dass zum Abschluss dieses besonderen Jahres vor allem jene zum Neujahrsempfang eingeladen waren, die sich im Stadtjubiläum besonders für ihre Heimatstadt engagiert hatten.

Der Dank an diese und der Rückblick auf das Festjahr standen deshalb im Mittelpunkt der Rede des Oberbürgermeisters. „Es war die Gemeinschaft, die dieses Jahr zu etwas Besonderem gemacht hat – oder anders gesagt: Es war Ihrer aller Mitwirkung“, sagte Frank Meyer im voll besetzten Saal des Stadtwaldhauses.

„Herzlichen Dank, dass Sie sich engagiert haben, dass sie selbst aktiv geworden sind oder dass sie einfach nur dabei waren, als es darum ging, Krefeld zu feiern. Sie haben dieses Jubiläum mit Leben, Begeisterung und Kreativität gefüllt – Sie haben gezeigt, wozu unsere Stadtgesellschaft in der Lage ist.“

Momentaufnahme vom Neujahrsempfang der Stadt Krefeld im Stadtwaldhaus mit Oberbürgermeister Frank Meyer zusammen mit (dann v.l.n.r.) Stadtführer Georg Opdenberg, Max Michels, Ballon-Club Mühlheim an der Ruhr, Mareike van Eickels, Freiwilligenzentrum Krefeld, Daniel Kreuzer, SC Bayer 05 Uerdingen, Lukas Mokros von der Band „Die Drei Lustigen Vier“, Anja Choinowski, Buchhandlung Rheinschmökern, Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings und viele andere mehr,  Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Andreas Bischof

Aus persönlicher Sicht ließ der Oberbürgermeister Momente des StadtjubiläumsRevue passieren. Auch abseits des Jubiläums sei 2023 ein gutes und wichtiges Jahr für Krefeld gewesen, erklärte er danach. Zentrale Projekte wie das Haus der Bildung an der Hofstraße, das Artenschutzzentrum Affenpark im Zoo, der Bebauungsplan für Rheinblick oder die neuen Rheinlandhallen an der Westparkstraße seien auf die Schiene gesetzt worden. „Wichtig ist mir bei all dem: Es geht nicht allein um Leuchttürme und Millionenprojekte – unser Ziel ist es auch immer, die Werte der Stadt im Kleinen zu bewahren und unsere Infrastruktur systematisch zu sanieren.

Die Antwort auf eine schwierige und komplexe Weltlage, schloss Frank Meyer, könne nur sein, „universelle Werte“ des Zusammenlebens in den Vordergrund zu stellen: Solidarität, Respekt, Empathie. „Wir lassen in Krefeld nicht zu, dass sich Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens hasserfüllt gegenüberstehen – wir werden nicht müde, Brücken zu bauen und uns auf gemeinsame Werte des Zusammenlebens zu verständigen. Wir versuchen in Krefeld, im Sinne kommunaler Städtediplomatie eigene Beziehungen in die Ukraine aufzubauen, indem wir zusammen mit Venlo eine Partnerschaft mit der ukrainischen Stadt Kropyvnytskyi eingegangen sind – für mich einer der bewegendsten Momente des abgelaufenen Jahres. Wir lassen es in Krefeld nicht zu, dass Rassisten den Diskurs bestimmen, die aus dem Leid der Schwächsten politisches Kapital schlagen wollen – wir reden nicht um die Probleme herum, wir suchen nach Lösungen, statt mit simplen populistischen Parolen auf komplexe Fragen zu antworten.“

Bevor zum Abschluss des offiziellen Teils, wie schon erwähnt „With a little help from my friends“ und  auch „Unchain my heart“ erklangen, brachte der Oberbürgermeister die Wirkung des Jubiläumsjahres noch einmal auf den Punkt: „Ich hoffe, dass ich für viele spreche, wenn ich sage: Krefeld ist uns in diesem Jahr noch ein Stück mehr ans Herzgewachsen – und wo das Herz schlägt, ist bekanntlich die Heimat.“

Im Anschluss gab es Getränke und die traditionellen Brezeln, bevor am späteren Abend ein weiterer Höhepunkt draußen in der Konzertmuschel folgte: Das Krefelder Ensemble Chapeau Bas zeigte eine spektakuläre Feuer-, Laser- und Lichtshow, die als würdiger Abschluss des Jubiläumsjahres in Erinnerung bleiben wird.

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