NRW: Deutsche Frauen hinken hinterher

Im Jahr 2018 brachten Frauen in NRW im Alter von 15 bis 49 Jahren im Durchschnitt 1,60 Kinder zur Welt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen ermittelt hat. Rein statischisch hat sich im Verhältnis zu 2017 wenig geändert. Damals waren es 1,59.

Im Jahr 2018 wurden in NRW insgesamt 173 150 Kinder geboren; das waren 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei deutschen Frauen war die durchschnittliche Kinderzahl je Frau mit 1,45 um 0,84 niedriger als bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (2,29). 2017 hatten deutsche Frauen durchschnittlich 1,44 Kinder, nichtdeutsche Frauen 2,35. Demnach blieb die zusammengefasste Geburtenziffer bei deutschenFrauen in etwa gleich (+0,01), während sie bei nichtdeutschen Frauen um 0,06 sank.

Regional betrachtet gab es 2018 im Kreis Coesfeld (1,88) den höchsten und in Münster (1,29) den geringsten Wert bei der durchschnittlichen Kinderzahl pro Kopf. In 24 Kreisen und kreisfreien Städten war die Geburtenziffer niedriger als 2017, in 25 konnte eine Zunahme verzeichnet werden. Den höchsten Rückgang ermittelten die Statistiker für den Kreis Olpe (-0,21), den höchsten Anstieg für den Kreis Coesfeld (+0,16).

Die zusammengefasste Geburtenziffer gibt die durchschnittliche Kinderzahl an,die eine Frau im Laufe ihres Lebens zur Welt bringen würde, wenn ihrGeburtenverhalten dem aller 15- bis 49- jährigen Frauen des betrachteten Berichtsjahres entspräche.

Wie viele Kinder ein Frauenjahrgang im Durchschnitt tatsächlich geboren hat, ist erst bekannt, wenn die Frauen das Ende des gebärfähigen Alters erreicht haben, das statistisch mit 49 Jahren begrenzt wird. Im Jahr 1969 geborene Frauen erreichten im Jahr 2018 das Alter von 49 Jahren; sie haben im Laufe ihres Lebens bisher durchschnittlich 1,48 Kinder zur Welt gebracht. Diese sog. Kohortenfertilität erreichte mit dem Jahrgang 1969 einen etwas höheren Wert als für den Jahrgang 1968 (1,46).