Raub an 89jährigem rasch aufgeklärt

Ein 89jähriger Mann, wohnhaft auf der Brunnenstraße in Gladbach, wurde am 29.08.16, morgens gegen 2 Uhr, in seiner Wohnung Opfer eines Raubüberfalls. Er hatte lange ferngesehen, als plötzlich das Licht erlosch und der Fernseher ausging. Der alleinstehende und schwerhörige Mann ging daraufhin zum Sicherungskasten in den Keller und stellte fest, dass die Sicherung seiner Wohung herausgedreht und entfernt worden war. Als er wieder in seine Wohnung gehen wollte, traten ihm plötzlich im Dunkeln vier männliche Personen gegenüber. Es wurde ihm der Mund zugehalten. Außerdem wurde er bedroht, falls er um Hilfe rufen würde und aufgefordert, sein Bargeld herauszugeben.

Wegen der Dunkelheit konnte der Überfallene die Räuber nicht erkennen. Er nahm lediglich wahr, dass es offensichtlich junge Männer in Turnschuhen waren, die Hochdeutsch sprachen. Während dem Senior der Mund zugehalten wurde, durchsuchten anderen Personen seine Wohnung, sämtliches Mobiliar und verschoben einen Schrank, um Beute zu machen. Als der Mann um Hilfe rufen wollte, wurde sein Mund noch fester zugehalten. Schließlich wurde er von den Räubern, nachdem sie seine Wohnung gründlichst durchsucht hatten, auf dem Boden liegend zurückgelassen.

Bei einem Nachbarn konnte der Überfallene anschließend, da er sein Telefon nicht fand, die Polizei alarmieren, die sofort eine Fahndung nach den Räubern einleitete. Bei der Fahndung nach den Räubern wurde der Pkw des Opfers, mit dem die Täter geflohen waren, auf der Kamillianer Straße entdeckt. An dem Wagen standen fünf Personen, die beim Anblick der Polizei sofort flüchteten. Drei der flüchtigen konnten gestellt und festgenommen werden. Ein weiterer flüchtiger Tatverdächtiger stellte sich im Laufe des Tages im Polizeipräsidium. Die weiteren Tatverdächtigen sind bekannt.

Es stellt sich im Laufe der Ermittlungen so dar, dass eine sechsköpfige Gruppe junger Leute, bestehend aus zwei heranwachsenden Frauen und vier jungen Männern, alle im Alter von 16 bis 26 Jahren und in Mönchengladbach wohnhaft, beschlossen, den älteren Mann, von dem sie annahmen, dass er vermögend sei, zu berauben. Sie setzten ihr Vorhaben in die Tat um, derart, dass die jungen Männer im Haus die Hauptsicherung zur Wohnung des Opfers herausdrehten. Während das Opfer im Keller nach der Ursache sah, betraten sie die Wohnung.

Die Beute, die die Räuber machten, viel deutlich geringer aus, als erhofft. Vom Opfer, einem ehemaligen Uhrmacher, konnten sie vor Ort lediglich einen geringen Bargeldbetrag erbeuten und einige Uhren, die teilweise noch repariert werden müssen.

Die Festgenommenen, die bisher nur geringfügig polizeilich in Erscheinung getreten sind, wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nach ihren Vernehmungen wieder entlassen. Gegen alle wurde ein Strafverfahren wegen Raubes eingeleitet.

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