Tod eines fünfjährigen Jungen durch Gewalt

Am Sonntag, dem 23.10.16 wurde ein fünfjähriger Bub gegen 9.20 Uhr vom Lebensgefährten seiner Mutter leblos in seinem Bett aufgefunden. Der zur Lange Straße in Viersen-Dülken entsandte Rettungsdienst versuchte noch, das Kind zu reanimieren und verbrachte es in das Viersener Krankenhaus, wo es allerdings verstarb.

Eine am Montag in der Rechtsmedizin Düsseldorf durchgeführte Obduktion ergab, dass das Kind aufgrund von Gewalteinwirkung verstorben ist.

Die Mordkommission „Luca” hat die Ermittlungen aufgenommen und nahm am Montagabend die 24jährige Mutter und ihren 26jährigen Lebensgefährten vorläufig fest. Im Laufe der Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen den festgenommenen 26jährigen, Schuld am Tod des Jungen zu haben. Er leugnet die Tat und bestreitet sie. Die Gesamtumstände aber sprechen gegen ihn. So liegen Erkenntnisse vor, dass es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Misshandlungen des Jungen durch ihn kam. Diese wurden u.a. auch von Dritten bestätigt, wobei man sich auf Angaben des Jungen stützten konnte.

Bei der Obduktion des Fünfjährigen wurden Verletzungen festgestellt, die auf körperliche Misshandlungen hinweisen. Zudem wurde festgestellt, dass stumpfe Gewalt gegen Kopf und Bauch ausgeübt wurde, wodurch es zu inneren Verletzungen dort kam. Zudem wurde das Kind gewürgt. Insgesamt waren diese Verletzungen todesursächlich.

Der 26jährige Lebensgefährte wurde am heutigen Dienstag einer Haftrichterin vorgeführt, die gegen ihn wegen Totschlags einen Haftbefehl erließ. Die 24jährige Mutter des getöteten Kindes wurde wieder entlassen, da gegen sie kein dringender Tatverdacht besteht, an dem Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein. Dennoch werden die Ermittlungen auch gegen sie weiter geführt. Es gilt, ihre Rolle in der Vergangenheit im Bezug auf die zum Nachteil des Kindes begangenen Körperverletzungen zu überprüfen.

Der Fall weist noch viele offene Fragen auf, die es zu klären gilt. Staatsanwaltschaft und Polizei werden die Ermittlungen fortführen und zu gegebener Zeit mit neuen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit treten.

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