Verbraucherpreise generell ohne Auftrieb

In Nordrhein-Westfalen war der Verbraucherpreisindex im Dezember 2020 um 0,4 Prozent niedriger als im Dezember 2019 (Basisjahr 2015 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg der Verbraucherpreisindex aber gegenüber dem Vormonat (November 2020) um 0,5 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat (November 2020) erhöhten sich im Dezember 2020 vor allem die Preise für leichtes Heizöl (+14,7 Prozent) und Flüssiggas (+8,6 Prozent). Günstiger angeboten wurden Tomaten (−11,8 Prozent), Bekleidung für Herren (−6,9 Prozent) und Bekleidung für Damen (−6,7 Prozent).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, stieg der Preisindex im Durchschnitt des Jahres 2020 gegenüber 2019 um 0,5 Prozent, d. h. mit anderen Worten, vieles ist günstiger zu erwerben Am stärksten waren die Preissenkungen im Jahresdurchschnitt bei leichtem Heizöl (−26,4 Prozent) und Dieselkraftstoff (−10,1 Prozent), während vor allem Bratwurst (+10,0 Prozent) und Äpfel (+9,2 Prozent) im Jahr 2020 teurer als im Vorjahresdurchschnitt angeboten wurden. (IT.NRW).

Die statistischen Erhebungen finden in einer Zeit statt, die durch die Ausrufung der Pandemie gekennzeichnet ist. Das führt zu Unsicherheiten, zu denen sich das statistische Bundesamt geäußert hat: In Zeiten der Corona-Krise kommt es immer wieder verstärkt zu Preisausfällen. Generell sind Preisausfälle in der Preisstatistik nicht unbekannt. Sie treten saisonal auf – z.B. bei Obst, Gemüse oder Bekleidung – aber auch bei Geschäftsschließungen infolge von Ferien oder bei Katastrophen, wie Hochwasser. Die aktuelle Corona-Krise führte zu einem Anstieg an Preisausfällen und darüber hinaus zu einer eingeschränkten Vororterhebung in den Geschäften. Trotz dieser Einschränkungen kann eine Vielzahl von Gütern im Warenkorb weiter erhoben werden, da diese von der Corona-Krise nicht berührt werden.