Verlogene Pänz

Am gestrigen Freitag (19.05.19), gegen 15.25 Uhr, meldet sich eine Zeugin, die an der Grundschule an der Mosterzstraße in Viersen-Süchteln von zwei Schulkindern um Hilfe gebeten wurde. Die Kinder hatten der Zeugin erzählt, dass ein Mann versucht hätte, sie in ein Auto zu ziehen, sie seien aber dann beide weggelaufen. Die Kinder waren auch in der Lage, das Auto mit einem Teilkennzeichen zu beschreiben. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung wurde durch ein Zivilfahrzeug der Bundespolizei, welches sich in die Fahndung mit eingeschaltet hatte, ein entsprechendes Fahrzeug im Bereich der Grefrather Straße angehalten und überprüft. 

Der Fahrer des Fahrzeugs wurde zunächst zur weiteren Sachverhaltsabklärung der PW Viersen zugeführt. Zwischenzeitlich hatte sich auf der Leitstelle Viersen die Mutter eines weiteren Schulkindes gemeldet, die einen gleichgelagerten Sachverhalt schilderte, der sich bereits heute Morgen ereignet haben soll, wobei die Fahrzeugbeschreibung übereinstimmte. 

Bei der ausführlichen Anhörung der Kinder durch die Kriminalwache tauchten jedoch Widersprüche auf; letztendlich gaben die drei Mädchen an, dass sie alles „erfunden” hätten. Auslöser der „Erfindung” war möglicherweise ein Vorfall von gestern, bei dem ein Junge in der Grundschule angegeben hatte, von einem Mann in einem dunklen Auto angesprochen worden zu sein, was schlussendlich in der Schule und in den sozialen Medien thematisiert worden war.

Auch bei der Inaugenscheinnahme des Fahrzeugs sowie mitgeführter Kommunikationsmittel ergaben sich keine Hinweise, die den Verdacht auf Straftaten erhärteten. Der Mann wurde nach Abschluss der Ermittlungen entlassen. Ob mit dem Ausdruck des Bedauerns ist nicht bekannt.