Vor einfahrendem Zug gerettet

Streit zweier Männer auf dem Krefelder Hauptbahnhof in der Nacht zum heutigen Samstag (26.10.19) endete damit, dass einer der beiden den anderen in das Gleisbett beförderte, in dem sich ein einfahrender Zug näherte. Das Opfer konnte sich retten und blieb unverletzt. Der Täter wurde festgenommen. 

Gegen 1 Uhr in der früh drehte ein Radfahrer auf einem Bahnsteig wiederholt Runden in der Nähe eines 34jährigen Krefelders, der dort wartete. Es kam zum Streit, in dessen Verlauf der Krefelder den 37jährigen Mann aus Eritrea samt Fahrrad in das Gleisbett eines einfahrenden Zuges befördere. Während der verlangsamte Zug eine Vollbremsung einlegte, rollte sich der Radfahrer unverletzt von den Gleisen und rannte davon. Das polizeilich bekannte Opfer konnte erst in den heutigen Mittagsstunden ermittelt und vernommen werden. 

Symbolbild Polizei: Festgenommener wird abgeführt.

Dank couragierter Zeugen, die den Angreifer festhielten, konnten Polizeibeamte den 34jährigen Mann festenehmen, der polizeibekannt ist. Er wird morgen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Krefeld einem Haftrichter vorgeführt.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Tatgeschehens dauern an. Der polizeiliche Staatsschutz ist eingeschaltet. Am Sonntagmittag (27.10.19) hat das Amtsgericht Krefeld auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr gegen den Tatverdächtigen erlassen. Er befindet sich in Untersuchungshaft. 

Sowohl der 34jährige Tatverdächtige als auch das 37jährige Opfer sind der Polizei bekannt. Der Tatverdächtige ist mehrfach und vorrangig wegen Eigentumsdelikten aufgefallen, das Opfer unter anderem wegen Gewaltdelikten

Das Foto zeigt eine erfolgte Festnahme mit Handfessel