Was die Inflation bremsen würde

Im August ist die Barschaft der Menschen am linken Niederrein wieder um 8% weniger Wert geworden, so geht das jetzt Monat für Monat, mit steigender Tendenz, denn zwei Preisbremsen fallen weg, das Neun-Euro-Ticket und der Tankstellenrabatt. Davon ist eh schon weniger von übrig geblieben, weil er nur an wenigen der 90 Tage, da er galt, vollständig an die Kundschaft weiter gegeben wurde. Das liegt daran, dass an die Tankstellen kein Wettbewerb mehr herrscht, seit mit einem Ministererlass von Wolfgang Clement, es ermöglicht wurde, die Zahl der Anbieter von  circa acht auf vier zu reduzieren. So ist ein Oligopol entstanden und deshalb ist der Liter Sprit in Deutschland um 20 Cent teurer als er sein könnte. Das Kartellamt sucht zwar noch nach Preisabsprachen, die braucht es aber nicht mehr, seit Algorithmen die digitale Welt beherrschen, das läuft von allein und wie geschmiert. 

8% Inflation pro Monat, heißt, in circa 12 Monaten sinkt der Wert des Geldes auf Null, wenn nichts mehr dazu kommt, oder sich durch Politik der EZB an der inflatorischen Entwicklung etwas ändert. Die könnte durch Zinserhöhung den Geldumlauf verringern und da wir ja in weiten Teilen noch eine Marktwirtschaft haben, würde das den Preisauftrieb verringern, die zögert aber, im Gegensatz zur US-Notenbank, weil der Euro ein fragiles Gebilde ist und die Staatsverschuldung in den südlichen Ländern der Gemeinschaftswährung gigantische Ausmaße erreicht hat – die übrigens nicht von den EU-Regeln gedeckt ist -, und Zinserhöhungen da gefürchtet werden, wie der Teufel das Weihwasser nicht mag. Hohe Zinsen könnten diese Länder in den Staatsbankrott treiben.

Nun wird man sehen, ob unsere Industrie, unser Gewerbe und unsere Dienstleistungen vorher ihren Geist aufgeben.