Wo die Arbeit mehr bringt

Die Arbeitsproduktivität, also die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigem, war in den Niederlanden im Jahr 2015 mit 69 836 € höher als in Nordrhein-Westfalen (63 490 €) und in Niedersachsen (58 370 €). In den grenznahen Regionen – das sind Gebiete, die direkt an der deutsch-niederländischen Grenze liegen – waren die Unterschiede geringer.

In den Niederlanden erwirtschaftete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 59 328 €, in Nordrhein-Westfalen 56 009 € und in Niedersachsen 56 874 €. Das haben die statistischen Ämter der Niederlande (CBS), Niedersachsens (LSN) und Nordrhein-Westfalens (IT.NRW) im Projekt „Arbeitsmarkt in Grenzregionen D-NL” ermittelt.

Von den grenznahen Regionen wiesen die Regionen Delfzijl (69 358 €) und Zuid-Limburg (65 861 €) auf der niederländischen Seite, die Städteregion Aachen (59 030 €) auf nordrhein-westfälischer Seite und der Kreis Emsland (59 392 €) in Niedersachsen die höchsten Arbeitsproduktivitäten auf. Die niedrigsten Werte wurden für die Regionen Oost-Groningen (49 064 €) und Achterhoek (52 191 €) in den Niederlanden, Heinsberg in Nordrhein-Westfalen (51 381 €) und Aurich in Niedersachsen (52 132 €) ermittelt.

Die Wirtschaftsstrukturen unterschieden sich in den grenznahen Regionen: Der Kreis Borken (31 %), die grenznahen Städte Krefeld (31 %) und Emden (38 %) sowie das Emsland (34 %) sind durch überdurchschnittliche Anteile des Produzierenden Gewerbes geprägt.

Auf niederländischer Seite waren in den Regionen Arnhem/Nijmegen (33 %) und Oost-Groningen (31 %) die Anteile im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen überdurchschnittlich hoch.

Diese und weitere Informationen sind hier zu entnehmen oder nachzulesen. Allerdings nur bei Kenntnis der niederländischen Sprache.

Die Vignette am Kopf der Seite entstammt der genannten Webseite. Die rote Linie zeigt den Grenzverlauf.

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