Brand im Erdgeschoss etwas erklärt

Die Polizei teilt nun nähere Einzelheiten mit zu dem Brand in einer Erdgeschosswohnung – zur Vorberichterstattung geht es hier.

Aus dem Haus stieg Rauch aus der Erdgeschosswohnung, weshalb in der Nachbarschaft der Notruf gewählt wurde. Die Polizei traf hier eine 28jährige Frau und einen 47jährige Mann an, die nicht Mieter sind. Bereits am 29.09.20 hatte es in dieser Wohnung gebrannt, weshalb sie seitdem nicht bewohnt wurde. Weitere Hintergründe sind derzeit noch unklar. 

Jetzt brannte Müll in der Wohnung und verursachte eine erhebliche Rauchentwicklung. Deshalb wollten Polizeibeamte, die vor der Feuerwehr eintrafen, die beiden Personen zu ihrem eigenen Schutz aus der Wohnung bringen. Andere Personen hielten sich nicht in dem Gebäude auf. 

Während die Frau die Wohnung eigenständig verließ, weigerte sich der Mann, riss sich aus dem Griff eines Beamten los und kehrte zurück in die Wohnung. Dort warf er etwas in die Flammen. 

Als er etwas später zurück zur Tür kam, hielt er eine längere, metallische Greifzange in der Hand, mit der er nach den Beamtinnen und Beamten schlug. Sie ergriffen ihn, um sein erneutes Betreten der brennenden Wohnung zu verhindern. Daraufhin wurde der Mann aggressiv, schlug und spuckte um sich. Versuche ihn festzuhalten waren nicht sofort erfolgreich. Es folgte ein Gerangel, in dessen Verlauf der Mann das Reizgas eines Beamten ergriff, das heruntergefallen war. Noch bevor er es einsetzen konnte, entrissen die Einsatzkräfte ihm das Gas sowie ein als Zange bezeichneter Gegenstand und brachten ihn zu Boden. 

Der Tatverdächtige blieb unverletzt. Er ist bereits polizeilich in Erscheinung getreten und ist der Polizei als gewaltbereit bekannt. Er ist ohne festen Wohnsitz. 

Eine Beamtin wurde bei der Festnahme an der Hand verletzt. Sie blieb weiter dienstfähig. 

Die Polizei Krefeld hat ein Video, das einen Teil der Festnahme dokumentiert und im Netz ventiliert, als Beweismittel mit in das Strafverfahren eingebracht und wird den Sachverhalt unter allen Aspekten, polizeilich wie staatsanwaltschaftlich, prüfen lassen.

Während die Frau aus der vorläufigen Festnahme entlassen wurde, ging der Mann auf richterlichen Beschluss in Untersuchungshaft.